Artikel des Autors "Philipp":

Unser internes Nachrichtentool

Die Software, die wir bei uns benutzen, ist nahezu zu 100% von uns selbst programmiert. Natürlich benutzen wir Software wie Adobe Photoshop und Open Office, aber fast alles, was über derartige „Standardsoftware“ hinausgeht, ist eine Eigenentwicklung.  99% dieser Eigenentwicklungen laufen im Webbrowser, so dass wir immer von jedem Rechner auf der Welt auf alles zugreifen können.

Ein paar Beispiele für von uns entwickelte Software ist unsere gesamte Lagerverwaltung, unser eMail-Tool, mit dem wir zum Beispiel alle eMails im Kundenservice abwickeln oder auch ein Tool, mit dem wir eine automatische Vorhersage treffen, welche Produkte wie oft für Weihnachten bestellt werden müssen. Die Software, die am Meisten benutzt wird bei uns, ist aber definitiv unser Tool für interne Nachrichten zwischen Kollegen. Eigentlich ist es relativ simpel: Über ein einfaches Interface kann man Nachrichten an einen oder mehrere Kollegen schreiben, die dann in eine Art Forum darauf antworten können. Zusätzlich kann man sogenannte „Aufgaben“ an jemand anderen schicken: Das sind Nachrichten, die einfach einen zusätzlichen Button „Erledigt“ bekommen und einem in einem gesonderten Bereich und in anderer Farbe angezeigt werden. Man kann auch Dateien anhängen, Kollegen nachträglich zu einem Thread hinzufügen oder nach alten Nachrichten suchen, aber eigentlich war es das schon fast, was das Tool an Funktionen bietet. Trotzdem ist es eines der am meisten benutzten Funktionen bei uns und wir organisieren unzählige Projekte darüber. Insbesondere die Aufgabenfunktion nutzen wir z.B. auch, damit wir nicht vergessen, Euch zu informieren, wenn sich z.B. eine Lieferung verzögert, denn in solchen Fällen schickt unser System dann automatisch eine entsprechende Aufgabe an den Kundenservice.

Damit Ihr Euch konkreter etwas darunter vorstellen könnt, habe ich hier mal ein paar Screenshots aus meinem persönlichen Nachrichtenbereich von gerade eben gemacht:

Da wir aber eben fast alle Nerds sind, bleibt es natürlich nicht immer ganz Ernst:

Periodensystem-Schokolade

Periodensystem-Schokolade

Habt ihr Lust auf mehr derartige Infos aus den internen Abläufen bei uns? Wenn ja, sagt mir kurz in den Kommentaren Bescheid. Dann schreibe ich als nächstes einmal etwas dazu, welche Software wir nutzen, um neue Produkte zu entwickeln. Mich würde außerdem interessieren, wie die Kommunikation bei Euch im Unternehmen so läuft. Nutzt Ihr ein ähnliches Tool wie wir?

 

Neues von Trade Buzzer und „Geek Nerd“

Wir haben tatsächlich noch nie ein Gerichtsverfahren verloren :)

Wir haben tatsächlich noch nie ein Gerichtsverfahren verloren :)

Wir haben schon lange nichts mehr von dem Rechtsstreit rund um die „Geek Nerd“ Marke erzählt, deswegen hier endlich ein Update. Falls ihr nicht wisst, um was es geht: Eine kleine Zusammenfassung des Themas findet ihr am Anfang unseres letzten Artikels zum Thema. Da die Mühlen des Gesetzes langsam mahlen, ist tatsächlich in der ganzen Zeit von September letzten Jahres bis jetzt nicht allzu viel passiert. Wir hatten ja den Gerichtsprozess in zweiter Instanz gewonnen und Trade Buzzer hätte nur noch zum BGH gehen können, aber das war ihnen dann wohl doch zu teuer (der Anwalt Herr Schröder hätte sie dann auch nicht mehr vertreten dürfen, was natürlich auch eher blöde ist). Wir haben also auf ganzer Linie gewonnen! Nur: Die Sache hat uns richtig viel Geld gekostet. Wir mussten nicht nur unseren eigenen Anwalt durch zwei Gerichtsverfahren hindurch bezahlen, sondern auch noch alle Gerichtsgebühren. Eigentlich muss die zwar der Kläger vorstrecken, allerdings haben wir ja die erste Instanz verloren, weswegen die Kosten für das erste Verfahren schonmal uns aufgebrummt wurden. Da wir dann Berufung eingelegt haben, mussten wir auch noch die Gerichtskosten in zweiter Instanz bezahlen. Ziemlich unfair, aber die Alternative wäre leider gewesen, mittendrin aufzugeben :( Insgesamt reden wir von über 14.000 EUR!

Da wir jetzt aber ja ganz am Ende gewonnen haben, kriegen wir eigentlich das Geld von Trade Buzzer wieder. Theoretisch zumindest. In der Praxis hat Trade Buzzer einen Insolvenzantrag gestellt und beim Einwohnermeldeamt angegeben, nicht mehr in Berlin sondern jetzt in Polen zu wohnen. Der Insolvenzantrag wurde vom Amtsgericht Berlin zwar bisher als unzulässig abgelehnt, weil sie keinen vollständigen Antrag gestellt haben, aber am Ende bringt uns das leider auch nicht viel: Geld hat das Unternehmen vermutlich nicht mehr und der Geschäftsführer ist nicht auffindbar. Wir versuchen jetzt gerade, unsere Forderung gegen den Geschäftsführer persönlich durchzusetzen, was aber natürlich auch nochmal Geld und Zeit und Nerven kostet. Wenn das gelingt, hat es aber den Vorteil, dass auch eine Insolvenz von Trade Buzzer nichts an unserer Forderung ändert und wir 30 Jahre lang versuchen können, an unser Geld zu kommen. Das werden wir dann natürlich auch tun und dazu hat man grundsätzlich einige Möglichkeiten: Man kann z.B. herausbekommen, bei wem ein Schuldner arbeitet, ob er ein Auto auf sich zugelassen hat oder ob er irgendwo Konten hat. Und natürlich werden wir das dann alles tun und zwar 30 Jahre lang immer schön regelmäßig :) Fazit ist trotzdem: Sich gegen so eine Abmahnung zu wehren, kostet richtig richtig viel Geld und ist für eine Privatperson oder einen kleinen eBay-Shop eigentlich fast unmöglich :( Weiterlesen

Überweisungsbetrug nach Indonesien oder wie uns die Deutsche Bank gerettet hat

Nachdem wir ja in der Vergangenheit nicht wirklich gute Erfahrungen mit Banken gemacht haben, gab es gestern etwas positives zu berichten: Lena, die unter anderem bei uns die Buchhaltung macht, kam ganz aufgeregt bei mir ins Büro und präsentierte mir dieses Dokument:

Überweisungsbetrug IndonesienUnsere Bank hätte uns angerufen und gefragt, ob wir wirklich 33.682,75 EUR nach Indonesien überweisen wollen, denn ein derartiger Auftrag wäre gerade bei ihnen eingegangen. Mist, so einfach geht es dann offenbar doch nicht, sich mit dem Firmenvermögen abzusetzen. Was stellen die bei der Bank auch so viele Fragen ;) Nein, im Ernst: Ganz offenbar hat da ein Betrüger es irgendwie geschafft, an die Unterschriften von Florian und mir heranzukommen und dann versucht, sich Geld zu überweisen (die Unterschriften sind im Original nicht verpixelt) :O Vielen Dank an die wachen Mitarbeiter der der Deutschen Bank, das hätte echt schiefgehen können!

 

Probetag im Lager

Die Arbeit bei uns im Lager und im Versand ist eine der wichtigsten bei uns, da davon natürlich am Meisten abhängt, ob immer alles schnell und heil bei Euch ankommt. Zusätzlich kommt es aber natürlich auch auf eine gute Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen an und deswegen haben wir bei uns die Tradition, dass jeder Mitarbeiter immer mal wieder einen Tag im Lager mitarbeitet, um alle Abläufe kennen zu lernen. Heute waren David aus dem Kundenservice und Mirco dran. Mirco leitet bei uns den Einkauf und die Produktentwicklung.

An Ihrem Probetag zeigt ihnen Jan, unser Lagerleiter, dann alle Abläufe im Lager ganz genau. Viel Spaß mit den Impressionen des heutigen Tages :)

 

Die Periodensystem-Schuhe sind endlich fertig :)

Vielleicht erinnert Ihr Euch: Vor ca. zwei Jahren haben wir Euch nach Eurer Meinung zu unseren Periodensystem- und Blocks-Schuhen gefragt. Sie kamen echt gut an und deswegen sind wir seit nun fast zwei Jahren mit Hochdruck dabei, die Schuhe für Euch zu produzieren. Es mag sich vielleicht nicht so schwer anhören, Schuhe herzustellen, denn schließlich gibt es ja bereits sehr viele Firmen, die das tun :) Für uns war es allerdings das erste Mal und natürlich wollten wir, dass die Schuhe wirklich gute Qualität haben und insbesondere der Druck perfekt aussieht, denn darum geht es ja schließlich hauptsächlich. Da der Druck recht großflächig, aber trotzdem zumindest im Falle des Periodensystems auch ziemlich detailliert ist, war das keine einfache Aufgabe: Insgesamt haben sich 4 Hersteller daran versucht und unzählige Muster produziert, die uns aber am Ende alle nicht gefallen haben. Hier z.B. das erste Muster des ersten Herstellers:

 

Erstes Muster

So soll es nicht aussehen…

Das zweite Muster des zweiten Herstellers sah dann so aus:

Schon etwas besser, aber perfekt ist anders...

Schon etwas besser, aber perfekt ist anders…

Aber auch bei dem Muster war natürlich die Qualität nicht gut genug. Zu diesem Zeitpunkt war schon ungefähr ein Jahr vergangen, denn natürlich vergeht jedesmal einiges an Zeit: Man muss einen Hersteller finden, der derartige Schuhe produziert, dann muss man Preise verhandeln, Details klären, etc, bis es dann irgendwann zur Erstellung eines Musters kommt. Ich glaube, man kann nachvollziehen, wie frustrierend es dann manchmal sein kann, wenn man endlich das Muster in der Hand hält und weiß: Alles von vorne… Der dritte Versuch hat dann aber endlich den Erfolg gebracht:

So dagegen soll es sein :)

So dagegen soll es sein :)

Wir waren richtig glücklich und haben frohen Mutes den Auftrag erteilt :) Trotzdem gehen wir aber immer auf Nummer sicher und bezahlen nur ca. ein Drittel des Kaufpreises, denn natürlich garantiert ein gutes Muster noch nicht, dass am Ende auch die ganze Produktion perfekt ist. Also haben wir einen sogenannten Qualitätsprüfer zum Hersteller geschickt, der sich vor Bezahlung der letzten 2/3 die Schuhe nochmal ganz genau angeschaut hat. Dabei prüft er ca. 100 zufällig ausgewählte Schuhe auf Herz und Nieren: Sind die Nähte alle perfekt? Reibt die Farbe ab? Hält der Kleber auch größeren Belastungen stand? Letzterer Test besteht im Wesentlichen daraus, den Schuh immer wieder an den Stellen hin und her zu biegen, an denen er auch beim Tragen besonders belastet wird. Dabei ist es dann leider passiert: Die verwendete Farbe hat den Kleber zwischen Sohle und Stoff angegriffen und er hielt der Belastung nicht stand. Was nun? Immerhin war 1/3 bereits bezahlt, aber was sollen wir mit Schuhen, die nach ein paar Mal tragen kaputt gehen? Wir haben also wieder einmal von vorne angefangen und einen neuen Hersteller gesucht.

Beim vierten Versuch hat es dann aber endlich geklappt: Die Schuhe sehen richtig gut aus und sie haben auch unsere Qualitätstests alle überstanden. Heute was es dann endlich soweit und sie wurden bei uns angeliefert! So eine Anlieferung von so viel Ware ist übrigens durchaus etwas stressig: Die Spedition stellt einem meist nur den Container hin, mit dem die Ware auch auf dem Schiff transportiert wurde und erwartet dann, dass man die darin enthaltenen Kartons in 2 Stunden komplett herausräumt, damit sie den Container leer wieder mitnehmen kann. Jede weitere Stunde Wartezeit des LKWs kostet ca. 100 EUR, man muss sich also beeilen und das ist bei 150 schweren Kartons durchaus anstrengend.

 

Nachdem die Arbeit geschafft war, war die Freude allerdings groß: Es ist einfach richtig schön, wenn man das wirklich gut gelungene Resultat von 2 Jahren Arbeit und vielen Rückschlägen sieht :) Leiterin des Projekts war Lena, die hier mit Mirco die Schuhe begutachtet. Mirco ist übrigens unser Leiter für die Produktentwicklung und seit 9 Monaten bei uns, aber mehr zu ihm mal in einem anderen Blogbeitrag.

Mirco und Lena begutachten die neuen Schuhe

Mirco und Lena begutachten die neuen Schuhe

Hier dann endlich die Schuhe in voller Pracht. Nicht zu vergessen ist natürlich auch unserer Blocks-Schuh, den wir parallel und beim gleichen Hersteller produziert haben:

Jetzt gibt es eigentlich nur noch eins zu tun für Dich: Bestell Dir die neuen Schuhe. Am besten gleich beide Versionen: Hier geht es zum Blocks-Schuh und hier zum Periodensystem-Schuh.